Dave - Kinder wohnen mit Menschen / Rainer Pick
DAVE zu Schwedt/Oder im Jahr 2050  


Ich bin dann schon alt. Aber ich bin in Schwedt/Oder geblieben.

 

 Schwedt 2050

Zu Hause
In meinem Arbeitszimmer ist meine Nachrichtenzentrale. An der Wand hängt der große Bildschirm, indem auch der ganze Computer steckt. Da kommen die Nachrichten und elektronischen Briefe an, die mir meine Kollegen schicken oder Freunde.

Bevor ich ins Theater gehe, das heißt noch immer UBS, mache ich mir noch schnell das Abendbrot in der Küche fertig. Während Schwedter Allerlei in der Pfanne brutzelt, spreche ich noch schnell einige Briefe in das Mikrofon, daß an einer Kette um meinem Hals hängt. Der Computer hat sie schnell geschrieben, so schnell, wie ich sie gesprochen habe und an die Adressaten geschickt.

Die Stadt und UBS

Die Stadt ist durch vier große Tunnel, die zu den vier Stadtteilen und dem Odercenter führen, mit dem Auto erreichbar. Da parken auch die Autos derer, die aus Berlin, Wien, Warschau und Stettin zu den UBS gekommen sind. Die UBS haben sich sehr verändert. Über das ganze Theater spannt sich ein Segel. Über 40 Meter hoch schwebt es über dem Haupthaus und dem IT, das nun schon fast genauso groß ist, wie das alte Theater. Die Terrassen, über die man früher in das Theater kam, sind geschwungene Ebenen geworden. Keine Stufen mehr, nur glatte, leicht ansteigende Ebenen, deren Fläche durch Blumeninseln, große alte Bäume und Werbeebenen unterbrochen sind.
Die Werbeebenen strahlen an das Segel über den UBS ihre Botschaften von den 12 Premieren diesen Jahres. Man kann sie schon sehen, wenn man vom Marchlewski- Ring kommt. Verschwunden sind die Eingangstüren, die 2002 noch die Front des UBS bestimmten. Statt dessen flimmern hier die riesigen Monitorfenster, mit Sendungen des Schwedter Stadtfernsehens und den Bildern von den Jahren des Umbaus der UBS und des Schwedter Stadtteiles Hugenottenpark. Der Eingang der UBS ist jetzt dort, wo im Jahr 2002 noch ein Bagger grub, um das IT zur neuen Tagungs- und Veranstaltungsstätte zu erweitern.


Ich genieße immer wieder diesen Blick. Links das neue Tagungshaus, über mir die hohe gläserne Brücke, mit der die beiden Häuser verbunden sind und vor mir, die sich majestätisch erhebende große Wasserbühne. Sie endet mitten in der HFW- Straße. Um die Pfähle der großen Wasserbühne herum tummeln sich Bleßhühner und Schwäne. Auch die gläsernen Elektro- Boote des nahen Boot- Verleihs gleiten hier graziös dahin. Mit ihnen kann man weit auf die Wasserflächen der Polderwiesen - früher war hier ein großes Grasland, das später ständig geflutet war- hinaus fahren, bis zur Oder. Es gibt sogar eine Schiffahrtslinie Schwedt- Tal der Liebe, die über die Oder hinweg an ihr östliches Ufer führt.
Auf der Wasserbühne, die für über 1500 Besucher Plätze bietet, proben mindestens 50 Darsteller gerade für das diesjährige Sommerspektakel. Es sind Darsteller aus Polen, China, Schweden, Amerika und Bayern dabei, wie die Fahnen rechts an der Wasserbühne dem Betrachter verraten.

In den Pausen oder an spielfreien Tagen tummeln sich die Schwedter in der Landschaft des Hugenottenparks, der diesem Stadtteil von Schwedt den Namen gab. Wiesen und Parkflächen bieten Platz für Erholungssuchende, Tiere und Menschen.
Für die Kinder ist ein Vergnügungspark auf dem Gelände errichtet, wo Ruderboote, Kanus und Motorboote ebenso einladen, wie ein gläserner Tunnel unter dem Kanal. Einen großen Kreis beschreibt der. Die Unterwasserwelt, mit den Fischen, wie Sonnenbarsch, Hecht, Plötze und Blei, zu betrachten ist immer wieder ein Erlebnis. Auch ein Schiff in Fahrt von unten zu betrachten ist interessant. Aber ich schweife ab. Ein klarer, melodiöser Gong erschallt. Aufgeregt flattern die Ringeltauben in den alten Bäumen. Aha, in einer halben Stunde beginnt die Aufführung. Wieder einmal Faust im Doppelpack.....


Nachdem Essen gehe ich dann die Lindenallee - ist inzwischen ein großer Stadtpark geworden - entlang. Autos fahren hier jetzt nicht auf der Straße, sondern unter der Straße.
He Du da! Ja Du da! Komm wir machen was zusammen.
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