Dave - Kinder wohnen mit Menschen / Rainer Pick

Erhard schläft....
Die zweite - noch unvollendete - Geschichte von Erhard, dem Füllfederhalter.

 

Liebe Kinder der 6. Klasse der Kleinen Grundschule in Schmölln, oder auch liebe Kinder, die ihr diese Geschichte gelesen habt,

ich hoffe der erste Schultag ist zufriedenstellend für Euch und Eure Lehrer verlaufen?

 Ist doch eigentlich eine gute Sache, nach diesen langen Ferientagen wieder auf die Freunde des vergangenen Schuljahres zu treffen, sich die Erlebnisse der Ferien zu erzählen und für die Herbstferien schon mal die neuen Abenteuer zu planen.

Die Zwischenzeit solltet ihr nutzen. Ja, auch zum Lernen, aber wie Ihr an dieser Geschichte erkennen könnt, ist sie noch lange nicht fertig geworden…

 Dave besucht die Saurier

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen?

Wisst Ihr noch?

Jonas und seine Geschwister sollten auf der Erde die Alien entdecken, die gemein planen, die Vorfahren der Menschheit zu vernichten, damit sie die Erde für sich übernehmen können.

Schreibt doch mal bitte Eure Ideen und Gedanken auf, wie das der Jonas und seine Geschwister schaffen können.

Das wäre wirklich nett, denn dann könnten wir die Geschichte zusammen fertig stellen.

Freue mich auf Eure Antworten!

Herzliche Grüße

Rainer Pick

Penkun

Erhard schläft

Tiefe Nacht.

Im Schlafzimmer von Elke herrscht Ruhe. Nur der Mond schaut mit einem Strahl neugierig durch einen Schlitz in der Gardine. Keiner merkt das, denn der Strahl ist lautlos unterwegs. Gerade beleuchtet er die Schultasche von Elke, die seit Beginn der Ferien auf dem Fußboden steht. Der Mondstrahl spiegelt sich in der Lasche aus Metall.

Doch da! Aus der Schultasche dringt  ein Geräusch.
Deutlich ist so etwas wie Zähneknirschen zu hören.
Wer kann das sein? Erhard vielleicht? Erhard der Füllfederhalter?
Wo hat Erhard nur die Zähne her? Der hat doch eigentlich nur eine Feder?
Warum knirscht er eigentlich? Richtig! Er träumt...
**
Weit in der Zeit nach heute Nacht, so mindestens 250 Jahre später, hat Jonas seine Traumwohnung in der Ostsee bezogen. Seine vier Zimmer, mit Küche und Bad bewohnt er ganz alleine, es sei denn seine Eltern, Freunde und die Geschwister kommen einmal zu Besuch.
Die Wohnung liegt auf dem Grund, auf dem Meeresgrund. Wer ihn besuchen will, der klingelt am Strand. Ist Jonas zu Hause, kann er mit dem Bildtelefon sehen, wer ihn besuchen kommt. Dann drückt er auf die grau Srciemer- Taste, gleich neben der Tür. Kurze Zeit später, also in Hast- Du- nicht gesehen, steht sein Besuch neben ihm in der Meereswohnung.
Du weist nicht was ein Srciemer ist?
Das Ding gibt es schon lange Zeit. Seitdem die Wohnorte der Menschheit so weit auseinander liegen, einer wohnt im Meer wie Jonas und andere zwischen Mars und Venus oder noch weiter entfernt, musste das Problem der Reisezeit geklärt werden. Wenn die Eltern ihren Jonas besuchen wollen, können sie ja nicht zwei Jahre Urlaub nehmen. So lange würde eine Reise mit einer normalen Weltraumrakete dauern. Das funktionierte also nicht!
Da erfand einer in der Kleinen Grundschule in Schmölln den Srciemer.
Srciemer sind eine tolle Technik. Wo früher die Telefonzellen standen, findet man die grünen kleinen Häuschen wieder. Jedermann, natürlich auch die Frauen, kann sie betreten und sein Reiseziel nennen. Dann wirbelt es ein bisschen wie ein Hurrikan oder Tornado und dann ist das Häuschen wieder frei für den nächsten.
Jonas Geschwister, die zwei Jahre jüngere Schwester und der ältere Bruder,  wohnen noch bei den Eltern. Da oben in der Orbital II, gleich neben dem Mars und kurz vor der Venus ist diese Blasenstadt gebaut worden. Sie nennt sich Blasenstadt, weil sie auch aus der Ferne aussieht, wie eine riesengroße Seifenblase, die im Weltraum schwebt.
Sie haben sich bei Jonas für heute angemeldet. Das Frühstück könnte beginnen, Jonas hat den Tisch gedeckt und aus dem Multiprocter alles dafür heraus geräumt.
Der Multiprocter ist ein Gerät, das aussieht wie ein Gas- oder Elektroherd in alten Zeiten. Es hat keine Stellknöpfe und Feuerstellen, sondern nur eine große Klappe und ein kleines Mikrofon. Wenn sich Jonas zum Frühstück warme Brötchen und eine Tasse heißen Kakao  wünscht, sagt er das laut genug. Schon wenige Minuten später klingelt der Multiprocter und die Klappe öffnet sich.
Der Duft frisch gebackener Brötchen und heißen Kakaos zieht durch das kleine Esszimmer. Der Multiprocter ist auch dafür da, den Abwasch gebrauchten Geschirrs den Menschen zu ersparen, denn nicht nur die Essensreste, sonder auch das gebrauchte Geschirr stellt man in die Klappe. Kurze Zeit später erglänzt das Innere metallisch sauber.
**
Zufrieden sieht Jonas sich auf dem Esstisch um. Drei Tassen mit heißem Kakao stehen bereit, ein gutes Frühstück der Geschwister zu begleiten. „Sie müssten doch eigentlich schon da sein.“, denkt sich Jonas gerade, da schrillt auch schon die Klingel. Schnell schaut Jonas auf den Scriemer- Monitor, nickt kurz und drückt auf den Knopf, gleich neben dem Monitor.
„Morgen!“, klingt es dreierstimmig, dann umarmen sich die Geschwister. Schnell sitzen sie rund um den Esstisch, schwatzen und schmatzen, glücklich wieder einmal gemeinsam zu essen.
„Was wollen wir denn  heute noch anstellen?“, fragt der kleine Bruder Jonas, „Hast du schon einen Plan?“. „Nöh, eigentlich dachte ich, ihr bringt ein paar Ideen mit!“, antwortet Jonas, da unterbricht die Beiden die Schwester.
„Ich habe, kurz bevor du uns eingescreimt  hast, einen Lichtblitz gesehen, da drüben, weit weg, aber ganz deutlich, ein Blitz, der in das Wasser einschlug. Ganz genau konnte ich die Wellenkreise sehen, die nach dem Einschlag entstanden. Aber, es gab überhaupt keinen  Donner dazu, also es blieb ganz still. Das ist doch kein Gewitter? Was kann denn das gewesen sein?“
Überrascht sehen sich die Geschwister an. Neugier erwacht in ihren Köpfen.
Ein Rätsel, das man lösen muss.  
**
Jonas ruft sein U- Boot. Darüber darf sich keiner wundern, denn wer im Wasser und darunter wohnt, der kann natürlich auch seine Umgebung aufsuchen. Da wo das Wasser warm genug ist, reicht ein Taucheranzug oder Taucherbrille, Flossen und Schnorchel, aber bequemer ist es in einem U- Boot. In breiten, weich gepolsterten Sesseln sitzen und durch die großen Panoramafenster die Umgebung betrachten, ist angenehmer. Da ziehen silbrig glänzende Fischschwärme vorbei, ein Manta segelst sozusagen im Wasser vorüber und auf dem Meeresgrund kann man Algen sehen oder Fische, die sich im Sand eingegraben haben und auf einen vorbeischwimmenden Leckerbissen warten.
Jona Schwester zeigt noch einmal in welcher Richtung sie den Lichtblitz gesehen hat, dann geht die Fahrt auch schon los. „Ich bin gespannt, was dein Blitz wohl zu bedeuten hat?“, meint Jonas Bruder. „Wir suchen so lange, bis wir eine Erklärung finden!“, erwidert Jonas.
Nach einer Fahrt von etwas 45 Kilometer bleibt das U- Boot stehen. Jonas hat den Rundsichtbildschirm eingeschaltet. „Hier müsste das doch gewesen sein?“, vermutet er laut und schaut fragend zu seiner Schwester. Die nickt „Ja, viel weiter entfernt kann der Blitz nicht eingeschlagen haben.“ „Aber es ist nichts Ungewöhnliches zu sehen...“, entgegnet Jonas. „Ich schalte mal auf Infrarot um, vielleicht erkennt man ja etwas, wenn die Wärmestrahlen genutzt werden?“
„Ja!“, ruft er nach kurzem Suchen und deutet mit der Hand in eine Richtung, weit vor dem Schiff. „Ich sehe etwas Komisches. Sieht fast aus wie ein Schneckenhaus von einer Weinbergschnecke. Hier schaut ihr dach mal!“, wendet er sich seinen Geschwistern zu, die nun aufgeregt nachsehen, was Jonas da wohl entdeckt hat. „Tatsächlich!“, staunt laut der Bruder „Sieht wirklich wie ein großes Schneckenhaus aus.“ „Ja, wirklich!“, bestätigt nun auch die Schwester. „Gibt es denn hier im Meer so große Schnecken?“, fragt sie etwas ängstlich nun den großen Bruder. Joans entgegnet: „Ach was, Schnecken habe ich hier im Wasser überhaupt noch nicht beobachtet. Mal die eine oder andere Qualle, aber keine einzige Schnecke.“
„Wir müssen dichter heran kommen, aber das Boot ist zu auffällig!“, meint Jonas Bruder. „Na klar, das Boot bleibt hier liegen, wir ziehen uns um und schwimmen hin.“, stimmt Jonas zu und fragt die Schwester: „Willst du mit kommen oder hier bleiben? Wir könnten jemanden gebrauchen, der uns hilft, falls wir alleine nicht klar kommen.“ „Aber ich will auf jeden Fall auch mal dahin schwimmen. Also bleibt nicht so lange!“, meint die Schwester und dann ziehen sich die beiden Jungen um.
Die Ganzkörperfolie aus atmungsaktivem Material ist groß genug für die Riesen unter den Menschen. Kurz nachdem man sich in diese Folie gehüllt hat, zieht sie sich auf die Körpermaße  dessen zusammen, der sie gerade benutzt. Auch der Kopf wird komplett eingehüllt, denn die Folie ist atmungsaktiv, was bedeutet, dass der Umgebung, dem Meerwasser in diesem Falle Sauerstoff und Stickstoff entzogen wird, in genau jener Zusammensetzung, wie sie der Träger benötigt. Über flache, innere Kanäle gelangt diese Atemluft in Mund und Nase, ausgeatmete Luft diffundiert in umgekehrter Richtung. Hauchdünne Drähte formen nicht nur Batterien für die erforderliche Energie beim Tauchen, sie bilden in der Nähe des Mundes ein Mikrofon und in der Nähe der Ohren Lautsprecher. So ist die Verständigung zwischen den Tauchern und den Bootsinsassen gewährleistet.
**
„Könnt ihr mich hören?“, tönt die Stimme der Schwester, die den beiden Tauchern in ihrer glitzernden Folienanzügen durch die Panoramafenster des Bootes nach schaut. „Ja, ja“, echot es im Bootslautsprecher, dann verschwinden die Taucher aus der Sicht der Schwester, die sich alleine im Boot wartend, etwas verloren vor kommt.
**
Mit kurzen, vorsichtigen Schwimmstößen nähern sich zwei Taucher dem schneckenförmigen Gebäude, welches sie im Infrarotbereich entdeckt hatten. Es ist ihnen etwas unheimlich, sich diesem riesengroßen Schneckenhaus zu nähern. Nur das Blubbern der Luftblasen, die sie beim Ausatmen verursachen, klingt in ihren Ohren, während sie sich diesem imposanten Gebäude Flossenschlag um Flossenschlag nähern.

 

 
   
He Du da! Ja Du da! Komm wir machen was zusammen.
 Linie grau
Neues bei Dave Daves neueste Geschichte:
Karierte Maiglöckchen
 Linie grau

 >> Hier schreibt
      Rainer für 
      die Großen!

 Linie grau
zu Rainers Bücher-Seite >>>
zu Andreas Bücher-Seite >>>

Rainer auf Youtube!
Linie grau
www.sagmal.de
Linie grau
www.amazon.de 
Linie grau
NEIN - Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch

 

Design by www.sasto.de                        Konzeption und technische Realisierung: intwerb.de